31.01. – 02.02. – Melbourne – Canberra – Sydney

Der letzte Trip meiner Reisezeit führte mich von Melbourne mit dem Auto hoch bis nach Sydney. Nachdem ich noch die kühlen Temperaturen aus Tasmanien gewohnt war, wurde ich bei meiner Ankunft abends in Melbourne erst einmal geschickt: denn hier herrschte gerade eine Hitzewelle und so hatte es 44°C!! In Sydney dagegen waren laut Wetterbericht um die 29°C, was für mich irgendwie etwas widersprüchlich klang, denn eigentlich hätte ich es anders herum erwartet. So habe ich also eine passende Landkarte gekauft, meinen Mietwagen abgeholt und bin dann dank meinem Navigationshandy gut aus Melbourne rausgekommen ohne auf eine der vielen Mautstraßen zu kommen. Auf der Fahrt in Richtung Wonthaggi fuhr ich direkt an einem Flächenbrand auf einer dürren Wiese vorbei und auch im Radio wurden ständig von Waldbränden in der Gegend berichtet. Am ersten Abend war das Highlight definitiv die Whiskey Bay im Wilsons Promontory National Park. Dieser Punkt bietet die seltene Chance in Südostaustralien, den Sonnenuntergang über dem Meer zu erleben. Übernachtet habe ich dann einige Kilometer weiter am Paradise Beach, jedoch war die Nacht im Auto extrem unbequem, da sich bei meinem Mietwagen leider die Sitze nicht richtig umklappen ließen und so musste ich zusammengeklappt auf der Rückbank schlafen. Am nächsten Morgen fuhr ich weiter zum Cape Conran Coastal Park, wo ich auf ein sehr seltsames Tierschild gestoßen bin, da dort sowas wie ein Drache abgebildet war. Zumindest hatte ich keine Ahnung, was das sein sollte, bis ich weiterfuhr und ein paar Kilometer später wieder so ein Schild gefunden habe, dieses Mal mit einer Meerjungfrau drauf. Nunja das ist wohl dann der australische Humor ;D Bei Mallacoota legte ich später noch einen weiteren Stopp ein, da es dort herrliche Badestrände gab. Die folgende Nacht verbrachte ich dann auf einem Feldweg kurz vor Canberra, so dass ich mir die Stadt gleich zu Beginn des nächsten Tages anschauen konnte. Wieder einmal habe ich mich an den empfohlenen Walk aus dem Lonely Planet gehalten, jedoch wirkte die Stadt auf mich wie erwartet: eher langweilig, viele Grünflächen und Parlamentsgebäude. Jedoch war mir das gar nicht so unrecht, da ich dadurch schneller wieder an die Küste fahren konnte, nämlich zur Jervis Bay. Auch hier gab es wieder extrem einladende Strände und sehr schöne Buchten, jedoch blieb mir zum Baden keine Zeit, da ich weiter nach Sydney fahren musste. Dort angekommen musste ich mich durch den dichten Verkehr kämpfen und mir dann noch einen Parkplatz in Zentrumnähe suchen, für den ich natürlich am besten auch nichts bezahlen musste. Gefunden habe ich diesen schlussendlich in der Nähe meiner alten Wohnung, so dass ich danach mit meinem ganzen Gepäck für eine angenehme und bequeme Nacht im Hostel einchecken konnte.

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